Datum
10.03.2010 |
Gemäß Alarm- und Ausrückeordnung wurden am Mittwochvormittag die Feuerwehr Schneeberg, die Drehleiter der FF Aue und ein RTW zum Brand in das Asylbewerberheim Filzteichstraße geschickt. Der Notruf an die Leitstelle war zunächst etwas unklar- es war von einem Schwelbrand an einem Bett bzw. einer unklaren Rauchentwicklung die Rede. Vor Ort stellte sich die Lage so dar, dass in dem zweigeschössigen Wohnheim für Asylbewerber in einem Abstellraum (EG) unter der Treppe ein Feuer ausgebrochen ist, dieses aber bereits soweit gelöscht war. Die dabei entstandene Rauchentwicklung zog in das 1. OG; da nicht bekannt war, ob sich noch Personen im Objekt befanden, wurden 2 Trupps unter Atemschutz (2 weitere Trupps standen bereit) mit der Evakuierung der Bewohner und dem Durchsuchen der Räumlichkeiten beauftragt. Dabei wurde in einem Zimmer ein Brand festgestellt, der mit einem Hohlstrahlrohr bekämpft wurde. Die Drehleiter wurde daraufhin in Stellung gebracht, falls der Brand auf den hölzernen Dachstuhl des Wohnheims übergreift. Einige Zimmer weiter wurde kurze Zeit später ein weiteres Feuer festgestellt und gelöscht. Durch das schnelle und umsichtige Handeln der Polizei und der Feuerwehr konnte eine Ausbreitung des Brandes verhindert und das Feuer auf die 3 Brandstellen beschränkt werden.
Die FF Schneeberg war mit 20 Einsatzkräften und 5 Fahrzeugen, die FF Aue mit 3 Kameraden und 1 Fahrzeug im Einsatz. Der Rettungsdienst verbrachte insgesamt 4 Personen in ein Krankenhaus, da der Verdacht auf Rauchgasinhalation bestand. Es ist von vorsätzlicher Brandstiftung auszugehen- die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Der Einsatz war für die Feuerwehr gegen 13:00 Uhr beendet.
Bilder:



Polizeibericht:
Brand in Asylbewerberheim
Schneeberg - (am) Polizei und Feuerwehr wurden Mittwochvormittag zu einem Brand in das Asylbewerberheim auf der Filzteichstraße gerufen.
Vor Ort sind Brandherde im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss des Hauses festgestellt worden. Hier wurde in einer Abstellkammer bzw. in zwei Zimmern von Heimbewohnern Feuer gelegt. Nach bisherigen Erkenntnissen geht die Kriminalpolizei von Brandstiftung aus.
Die Heimbewohner mussten aufgrund der starken Rauchentwicklung vorerst evakuiert werden.
Vier von ihnen sind, mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung, in ein Krankenhaus gebracht worden.
Das Heim ist weiterhin bewohnbar, der entstandene Sachschaden derzeit noch unbekannt.
Zur Brandursache ermittelt die Kriminalpolizei, das Dezernat Staatsschutz.
Quelle: http://www.polizei.sachsen.de/pd_sws/5714.htm
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